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Saisonvorbereitung und die Regatten der 420er

Ein Bericht von Morten Roos, Jan Hendrik Beilfuß und Maren Roos
Fotos von Familie Roos und Familie Beilfuß

 

Barcelona:

Wir möchten Euch berichten, wie sich die 420er der SVWu auf die Regattasaison 2011 vorbereiten haben.
Zum Trainingsauftakt sind Jan Hendrik Beilfuß und Morten Roos mit ihrer Trainingsgruppe Anfang Februar mit ihren Booten nach Barcelona gefahren. Eigentlich sind wir geflogen und unser Trainer Gerd Eiermann hat die fünf 420er und sein Motorboot runter gefahren. So mussten keine Eltern mit fahren und wir könnten am Sonntag länger trainieren, da der Flug nach Düsseldorf weniger als 2 Stunden dauerte. In Barcelona haben wir bei Sonnenschein und abwechslungsreichem Winden trainiert. Vor unserem Hafen El Masnou, boten sich perfekte Trainingsbedingungen. Morgens hatten wir weniger Wind, aber zum Nachmittag hin frischte er immer weiter auf. Nach vier Tagen intensivem Training haben wir die Boote im Hafen abgestellt, da wir 14 Tagen später unser Training fortsetzen wollen, und sind wieder nach Hause geflogen.

An Weiberfastnacht haben wir uns wieder am Flughafen in Düsseldorf getroffen um nach Barcelona zufliegen. Diesmal ist unsere Trainingsgruppe größer, da die Nachwuchsgruppe, die von Jochen Borbet trainiert wird, mit nach Barcelona kommt. In der Nachwuchsgruppe ist unter anderem Maren Roos. Die zwei Boote der Nachwuchsgruppe wurden von unserem Vater und Jochen runter gefahren. Direkt am Freitag hatten wir gute 6 Bft mit einer 2-3 Meter hohen und sehr langen Welle. In den nächsten Tagen hatten wir weniger Wind aber es wurde immer wärmer. Am Sonntag sind wir zum Olympiahafen in Barcelona gesegelt, wo wir zu Mittag gegessen haben. An diesem Tag hatten wir im Februar schon 21° C. Am Dienstag zeigt sich das Wetter noch einmal von seiner besten Seite. Wir hatten blauen Himmel und 5-6 Bft und wieder eine 2-3 Meter hohe und sehr lange Welle. Leider ging es an diesem Abend wieder zurück nach Deutschland. Also haben wir alle unsere Boote verlanden und haben unsere Trainer mit sieben 420er und zwei Motorbooten zurück nach Deutschland geschickt. Alle 14 Segler wollen nächstes Jahr wieder in El Manou (Barcelona) trainieren.
 

Medemblik:

Im Gegensatz zu Barcelona war es in Medemblik kälter. Wir haben zwei Wochenenden leichtwind- Training absolviert. Da die IDM der 420er dieses Jahr in Medemblik stattfindet, war es sowas wie ein Vortraining.
 

Gardasee:

Nachdem Timon Treichel und Morten Roos (GER 53991) Landesjugendmeister 2011 geworden sind und Jan Borbet und Jan Hendrik Beilfuß (GER 54422) den zweiten Platz belegten, ging es zum Ostertraining an den Gardasee. Wie schon im Vorjahr wurde bei Wind 9 Tage intensiv trainiert. Jeden Tag haben wir zum Abschluss vier oder mehr Rennen gegen die bayrische Trainingsgruppe gefahren. Alle Rennen wurden aufgeschrieben, und am Ende gab es eine Gesamtwertung. Es wurde intensiv gefightet und es gab den ein oder anderen „Blechschaden“, aber es gab auch lustige Momente. Am Donnerstag waren wir schon um 8 Uhr 30 auf dem Gardasee, denn wir wollten ihn runter segeln. Wir haben an einem Ort an der Küste zu Mittag gegessen. Um 18 Uhr waren wir wieder im Hafen. An diesem Tag haben wir rund 60 Seemeilen zurückgelegt. Da die bayrische Trainingsgruppe am Samstag abgereist ist, haben wir die letzten Trainingsrennen gegen sie gefahren. An dem Sonntag, unser letzter Trainingstag, durften wir uns die Übungen aussuchen. Zum Abschluss haben wir mehrere Rennen gemacht, wo wir auf der Kreuz und auf dem Vorwindkurs kentern mussten, um schneller zu werden. Mal wieder endet eine Trainingswoche mit den besten Bedienungen. Am Mittwoch ging es dann zur WMA/EMA Schwerin.
 

Schwerin:

Die WMA/EMA in Schwerin begann mit einem Vortraining von zwei Tagen. Da es unserem Trainer Gerd Eiermann etwas krank war, ließen wir das Training ruhig angehen und beließen es beim Angleichen und Übungsrennen. Der Freitag war dann der erste Regattatag. Schon früh morgens hatten wir vier bis fünf Windstärken er nahm noch auf sechs zu. Bei Timon und Morten (GER 53991) lief es richtig gut. Sie lagen am Ende des Tages auf dem vierten Platz. Auch bei Jan Borbet und Jan Hendrik Beilfuß (GER 54422) lief es nicht schlecht. Jana Strohm und Maren Roos (GER 51158) nutzten die Regatta eher zum Training, waren aber auch zufrieden. Am Sonntag hatte der Wind abgenommen auf vier Windstärken. Für Timon und Morten lief es wieder super, am Ende des Tages belegten sie insgesamt den Platz. Am Ende der Regatta lagen Timon und Morten auf dem dreizehnten Platz, Jan und Jan auf dem vierundzwanzigstem Platz und Jana und Maren auf dem zweiundachtzigsten Platz. Mit dem dreizehnten Platz sicherten Timon und Morten sich den Einzug ins EM-Finale.
Im Finale lief es für Morten und Timon dann leider nicht so gut, da nur sehr wenig Wind war.

 

Juni:

Im Juni waren wir öfter in Kiel als im Bergischen. Denn es standen die Regatten „Youth European Sailing“(Pfingstbusch) und „Kieler Woche“ an. Während Jan und Maren mit ihren Ergebnissen bei diesen Regatten sehr zufrieden waren, lief es bei Morten nicht so optimal.

 

IDJM Steinhude:

Dieses Jahr fand die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft der 420er Klasse am Steinhuder Meer im Segler-Verein Großenheidorn statt. Da wir drei Tage Vortraining hatten, machten wir uns am Dienstag, dem 26.Juli auf den Weg nach Niedersachsen.

Da unser Trainer Gerd Eiermann noch bei der EM in Portugal war, wurden wir von Jochen Borbet trainiert. Wir hatten drei schöne Trainingstage mit abwechslungsreichem Wind. Am Samstag hatten wir kein Training, da Jochen nach Hause musste. Also haben wir diesen Tag genutzt um unsere Boote vermessen zulassen. Das Boot von Jan musste komplett vermessen werden, da es eins der fünft jüngsten war. Am nächsten Tag sollte bei geschlossener Wolkendecke mit einigen Schauern zwischendurch und ungefähr 9-12 Knoten das Practicerace stattfinden. Dieses lief zwar etwas chaotisch beim Start ab, war aber ansonsten schon mal eine sehr gute Übung. Abends fand dann die Eröffnungsfeier in einem großen Zelt des Segler-Vereins statt, an deren Anschluss es ein superleckeres Nudelbuffet gab. Am Montag, dem ersten Wettfahrttag, sollte um 11 Uhr gestartet werden, jedoch war der Wetterbericht nicht sehr vielversprechend. Die verschiedenen Vorhersagen sagten alle zwischen null und zwei Knoten für diesen Tag voraus. Und so kam es dann auch, dass der See spiegelglatt war und nach Startverschiebung an Land, der erste Lauf am späten Nachmittag auf den nächsten Tag verschoben wurde. Das Wetter für die nächsten Wettfahrttage von Dienstag bis Freitag sah bei verschiedenen Vorhersagen viel besser aus, denn es wurde immer Windstärken zwischen 8-14 Knoten vorausgesagt. Und so kam es dann auch! Am Dienstag konnten dann alle 105 Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein und schönen 3-4 Windstärken 4 Wettfahrten segeln. Bei uns lief es nicht so gut. Am Ende des Tages waren wir 50ter. Beim Jan, der mit Jan Borbet segelt, lief es ein bisschen besser. Sie waren nachdem ersten Tag 40ter. Meiner Schwester, die sich von ihrer alten Steuerfrau getrennt hat und eine neue gefunden hat (Johanna Meier), war ein sensationeller Auftakt gelungen. Sie waren nach dem ersten Tag 11ter. Die beiden saßen zuvor erst viermal zusammen auf dem Boot.

Am Mittwoch fanden dann bei ähnlichen Windbedingungen und blauem Himmel weitere zwei Wettfahrten statt. Danach schlief der Wind ein und ein Gewitter war im Anmarsch. Mit einem 15. und einem 3. Platz konnten wir uns in der Gesamtwertung auf den 21. Platz vorarbeiten. Jan konnte sich nur um drei Plätze vorarbeiten. Meine Schwester hat sich auf Platz 19 zurück gesegelt. Aber sie waren trotzdem noch mit ihrer Leistung zufrieden. Nach den inzwischen sechs gefahrenen Wettfahrten wurden die 105 Teilnehmer in Gold- und Silberfleet eingeteilt. Alle drei SVWu Mitglieder haben es ins Goldfleet geschafft.
Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte und auch morgens noch nieselte, fuhren wir Donnerstag bei einer völlig anderen Windrichtung wie die Tage zuvor aufs Steinhuder Meer. Wir konnten wieder nur drei Wettfahrten segeln, da gegen späten Nachmittag der Wind wieder einschlief. Am Ende dieses Tages waren wir leider auf Platzt 24 zurückgefallen. Bei Jan lief es an diesem Tag recht gut. Sie haben sich um 14 Plätze vorarbeitet und waren am Ende des Tages einen Platzt vor uns. Maren und Johanna sind auf Platz 33 zurück gefallen.

Für den letzten Wettfahrttag waren nun noch 3 Wettfahrten geplant.
Die letzte Startmöglichkeit war um 15 Uhr und wir starteten wie jeden Tag um 11 Uhr.
Da die ersten 3 Teams sehr dicht beieinander waren, war jetzt jeder Platz für sie von größter Bedeutung.
Wir alle könnten uns noch einmal vorsegeln: 
14. (Timon und Morten), 18. (Jan und Jan) und 26. (Johanna und Maren).
Wir alle waren im Großen und Ganzem zufrieden mit unseren Leistungen.
Nachdem wir unsere Schiffe verladen hatten und auch sonst alles verstaut hatten, fand die Siegerehrung statt. Deutsche Meister wurden unsere Teamkollegen Paul Kübel und Henrike Pepin aus NRW.

Wie die Siegerehrung war die gesamte Veranstaltung sehr gelungen und man merkte, wieviel Mühe sich die Veranstalter gaben.

 

 Vorschau:
 

 Training Warnemünde

 WM / EM A Warnemünde

 Training Medemblik

 IDM Medemblik gleichzeitig WM/EM A

 Training auf Elba während der Herbstferien.

Wir werdend dann wieder berichten.

Morten Roos (GER 53991), Jan Hendrik Beilfuß (GER 54422) und Maren Roos (GER 52737)

 

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