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DM der Crewboote für Segler mit Handicap und
Offene inoffizielle German Open FJ Class
Am Pfingstwochenende wurden an der Bever bei der SVWu Meister gemacht

Ein Bericht von Ulrike Wallenfang
Fotos: Holger Isringhaus, Klaus-Peter Glintkamp, Ulrike Wallenfang

Auch wenn es nicht so heiß war – bei der DM und der German Open ging es heiß her! Dank guter Windverhältnisse konnten alle geplanten 9 Läufe ausgesegelt werden – was wohl letztes Jahr bei den Meisterschaften, die in Bayern ausgetragen wurden, nicht so war. Nur am Pfingstsonntag brachten die Ausläufer einer Gewitterfront einige Boote mit Spinnaker kurz in Bedrängnis – zwei Teams schafften es nicht ganz und kenterten. Aber, nix passiert, Boot aufgerichtet und weiter gesegelt. Regattasegler sind hart im Nehmen und kämpfen mit allen Kräften bis zum letzen Zieleinlauf.
An den Tonnen passte manchmal kein Blatt Papier zwischen die Boote! Manchmal musste man sich wundern, dass es keinen nennenswerten Zusammenstoß gab! Und die Bever ist bekannt-berüchtigt für ihre häufig drehenden Winde. Wer hier gute Regatta-Ergebnisse ersegelt, der kann wirklich richtig gut segeln! Und dass stellten alle Teams unter Beweis.
Die deutsche Meisterschafte für Crewboote, deren Steuermann und / oder Vorschoter Handicap-Segler waren, fand diesjährig unter der Regattaleitung und auf dem Gelände der SVWu statt. Sieben Teams – alle aus NRW – mit unterschiedlichsten körperlichen Einschränkungen gingen mit den Bootstypen Efsix und Yngling an den Start. Die Segler der SVWu staunten nicht schlecht, wie professionell und sicher die Manöver ausgeführt wurden. Da konnte sich manch einer noch eine Scheibe von abschneiden. Hut ab! Offizieller Deutscher Meister wurden hier Wolfgang Grupe (Steuermann) und Karl-Heinz Wussow (Vorschoter). Sie erhielten ihre Urkunde, Medaille und Pokal überreicht durch den Vizepräsidenten der IFDS (International Association for Disabled Sailing), Herrn Wilfried Klein.

Bei den Flying Junior (FJ) gingen einige Teams in Booten an den Start, die aktuell nicht mehr produziert werden. Da sie teilweise über 30 Jahre alt und mit viel Fleiß gepflegt und gehegt werden, kann man sie schon als Liebhaberstücke bezeichnen, was den Segelfähigkeiten aber keinen Abbruch tut – vielleicht sogar im Gegenteil. Und so waren die ersten Plätze ebenfalls hart umkämpft. Ein Team aus den Niederlanden hatte sehr gute Chancen auf einen der ersten Plätze. Aber ein Winddreher und eine anschließende Flaute ließen sie letztendlich auf Platz vier zurückfallen. Das brachte ihnen aber dennoch einen schönen „Trostpreis“ ein. Bei der Siegerehrung erhielten sie einen Wanderpokal in Form eines Nilpferdes. Dieser wurde seinerseits von einem ehemaligen Mitstreiter, der nach Namibia ausgewandert ist, für den undankbaren 4. Platz gestiftet. Gewinner dieser offenen inoffiziellen German Open waren Gregor Müller (Steuermann) und Sabrina Gebl (Vorschoterin). Sie nahmen Urkunde und Pokal mit strahlenden Gesichtern aus den Händen des Vereinsvorsitzenden der SVWu, Siegfried Labenz, entgegen.
Dann ging alles ganz schnell: Die Sachen gepackt, die Boote gekrant oder geslippt und mit einem Dankeschön für die super Bewirtung, den guten Service und Support an alle Beteiligte nach drei schönen, wenn auch anstrengenden, Segeltagen wieder nach Hause.

Zu den Fakten:
Regatta-Tage: 11. -13. Juni 2011
Ausgeschriebene Wettfahrten: 9 Läufe
Wettfahrtleitung: Norbert Heinz, SVWu

DM Crewboote: 7 Teams am Start
Alle Teilnehmer dieser Deutschen Meisterschaft für Segler mit Handicap kamen aus NRW.

Bootstypen: Efsix und Yngling

Platz 1: Wolfgang Grupe und Karl-Heinz Wusssow 8 Pkt.
Platz 2: Horst Braun und Karin Hallmann 13 Pkt.
Platz 3: Peter Reimann und Josef Schmitz 19 Pkt.
Letzter Platz = höchste Punktzahl: 43 Pkt.


German Open FJ Class: 21 Teams am Start
3 Teams aus Niederlanden, 1 Team aus Luxemburg, 1 Team aus Belgien, restliche Teams aus Deutschland.
Platz 1: Gregor Müller und Sabine Gebl, DuYC 6 Pkt.
Platz 2: Michael und Katharina Korsmeier, SCLi 7 Pkt.
Platz 3: Norbert Riffeler und Gudrun Korsmeier, SCLi 9 Pkt.
Letzter Paltz = höchste Punktzahl: 136 Punkte
Gewertet wurde unter Yardstick-System. Von 9 Läufen durften die beiden schwächsten gestrichen werden. - Low-Point, Kat. C -

- alle Ergebnisse gemäß vorläufiger Ergebnisliste –

Action

 

Boje

 

Ehrung durch WKlein

 

Nilpferd

 

Sieger FJ 1bis3-1

 

Sieger Handicap 1bis3

 

Sieger Handicap

 

Siegerehrung

 

Siegerehrung1

 

Start FJ

 

Start

 

Teilnehmer Handicap

 

Tonne1

 

Trapez1

 

Verfolgung